Spätzle
Selbst gemachter Spätzleteig mit der richtigen Konsistenz – frisch geschabt und direkt in Butter geschwenkt.
Für die Spätzle
Zubereitung
Wasser rechtzeitig erhitzen
Zuerst setzen wir einen großen Topf mit Wasser auf und erhitzen ihn. Ich mache das direkt am Anfang, damit wir die Zeit sinnvoll nutzen: Während sich das Wasser erhitzt, können wir bereits den Spätzleteig vorbereiten. Ist der Teig fertig, ist auch das Wasser auf Temperatur und wir können ohne unnötige Wartezeit direkt weitermachen.
Mein Spätzleteig
Nach einigen Versuchen mit klassischen Spätzlerezepten habe ich mein eigenes Rezept entwickelt, weil mir der Teig bei den ursprünglichen Varianten immer zu fest war. Entscheidend ist für mich die richtige Mischung aus Fließeigenschaft und der späteren Konsistenz der Spätzle. Der Teig muss sich gut durch das Spätzlewunder schaben lassen, gleichzeitig sollen die fertigen Spätzle schön fluffig sein und einen leichten Biss haben, wie man es von traditionellen Spätzle kennt.
Zutaten für den Teig vermengen
Aus diesem Grund hat sich für mich folgende Mischung bewährt: 5 Eier, 650 ml Mineralwasser, 870 g Weizenmehl und eine ordentliche Prise Salz in eine große Schüssel geben. Das Mineralwasser sollte unbedingt Raumtemperatur haben. Ist es zu kalt, kühlt der Teig später das Kochwasser zu stark ab und die Spätzle können sich am Topfboden zu einem breiartigen Klumpen verbinden.
Teig kräftig aufschlagen
Die Masse mehrere Minuten kräftig aufschlagen, bis ein homogener und luftiger Teig entsteht. Das funktioniert auch mit einem Handrührgerät. Ich verwende dafür allerdings die Kenwood Chef Elite. Mit dem Schneebesen lässt sich diese größere Teigmenge sehr gleichmäßig und kräftig aufschlagen. Die richtige Konsistenz erkennt man daran, dass der Teig weder zu fest noch zu flüssig ist und langsam vom Schneebesen abtropft. Im unteren YouTube-Video kann man die richtige Konsistenz sehr gut erkennen.
Schüssel mit Butter vorbereiten
Bevor wir mit der ersten Portion beginnen, stellen wir eine große Schüssel bereit und geben 3 ordentliche EL Butter hinein. Hier kommen die fertigen Spätzle später direkt aus dem Kochwasser hinein. Die Butter gibt den Spätzle zusätzlich Geschmack und hilft gleichzeitig dabei, dass sie nicht aneinanderkleben.
Spätzle schaben
Nun kommt das Spätzlewunder zum Einsatz. Wir geben einen dickeren Klecks Teig darauf und schaben ihn zügig durch die Löcher. Mit der Rundung des Schabers entstehen die typischen Spätzle. Verwendet man dagegen hauptsächlich die vordere Kante, wird der Teig stärker abgeschnitten und es entstehen eher Knöpfle.
Warum ich das Spätzlewunder verwende
Für mich ist das Spätzlewunder eine enorme Zeitersparnis, weil sich damit auch größere Mengen Spätzle in kurzer Zeit herstellen lassen. Gleichzeitig entstehen durch die spezielle Arbeitsweise unterschiedlich lange und dicke Spätzle, wodurch sie den traditionellen vom Brett handgeschabten Spätzle sehr nahekommen. Hat man den Ablauf einmal verinnerlicht, lässt sich damit schnell und unkompliziert eine große Portion frischer Spätzle herstellen.
Temperatur im Blick behalten
Beim Durchschaben ist das richtige Temperaturmanagement entscheidend. Das Wasser sollte heiß sein, aber nicht stark kochen, da der Teig die Löcher des Spätzlewunders teilweise verschließt und das Wasser sonst schnell überkochen kann. Gleichzeitig kühlt jede neue Portion Teig das Wasser etwas ab. Wird es zu heiß, reduzieren wir die Temperatur. Kühlt es zu stark ab, erhöhen wir sie wieder.
Unterseite abstreichen und umrühren
Nachdem der Teig durch das Spätzlewunder geschabt wurde, streichen wir zuerst den noch an der Unterseite haftenden Teig mit dem Schaber ins Wasser. Anschließend rühren wir die Spätzle einmal kurz mit dem Schaber durch. Sind alle Spätzle an die Oberfläche gestiegen, sind sie fertig.
Spätzle in die Butter geben
Mit einer großen Kelle holen wir die fertigen Spätzle aus dem Wasser und geben sie direkt in die vorbereitete Schüssel mit der Butter. Einmal kurz durchrühren und anschließend den Deckel auflegen.
Nächste Portion zubereiten
Danach setzen wir das Spätzlewunder wieder auf den Topf und wiederholen den Vorgang mit der nächsten Portion Teig. Dabei passen wir die Temperatur des Wassers immer wieder an. Mit etwas Übung bekommt man sehr schnell ein Gefühl für dieses Temperaturmanagement und kann auf diese Weise auch größere Mengen Spätzle effizient zubereiten.
Servieren oder weiterverarbeiten
Sind alle Spätzle fertig, können sie direkt als Beilage serviert oder als Hauptgericht weiterverarbeitet werden. Besonders lecker sind sie natürlich als Käsespätzle mit reichlich Käse und gerösteten Zwiebeln. Aber auch einfach nur in Butter geschwenkt sind selbst gemachte Spätzle für mich eine ganz andere Liga als gekaufte Spätzle.
Mein Tipp
Gerade bei Spätzle entscheidet nicht nur das Rezept auf dem Papier. Teigkonsistenz, Wassertemperatur und der richtige Ablauf greifen ineinander. Hat man das ein paar Mal gemacht, bekommt man sehr schnell ein Gefühl dafür und kann auch größere Mengen ohne viel Aufwand zubereiten.
Video zum Rezept
Hier kannst du die Zubereitung der Spätzle im Video sehen.