Kartoffelauflauf
Herzhafter Kartoffelauflauf mit Leberkäse, Paprika und cremiger Sahnesoße.
Für den Auflauf
Für die Sahnesoße
Zubereitung
Leberkäse vorbereiten und anbraten
Wir beginnen damit, den Leberkäse in feine Würfel zu schneiden. Dafür benutze ich meinen Alligator Gemüseschneider mit dem 6 × 6 mm Einsatz. Anschließend eine Edelstahlpfanne ohne Öl kräftig erhitzen. Sobald der Leidenfrost-Effekt erreicht ist und Wassertropfen kugelförmig über die Oberfläche laufen, etwas Sonnenblumenöl hineingeben und etwa 10 Sekunden erhitzen lassen. Danach den Leberkäse bei hoher Temperatur kräftig anbraten.
Paprika dazugeben
Während der Leberkäse vor sich hin brutzelt, schneiden wir die Paprika ebenfalls mit dem Alligator und dem 6 × 6 mm Einsatz in feine Würfel. Hat der Leberkäse ordentlich Farbe bekommen, geben wir die Paprikawürfel hinzu und schmoren sie mit an.
Leberkäse-Paprikasoße kochen
Parallel dazu können wir bereits die Kartoffeln schälen. Die Leberkäse-Paprika-Mischung zwischendurch immer wieder schwenken und im Auge behalten. Gegebenenfalls die Temperatur etwas herunterregeln. Haben Leberkäse und Paprika einen schönen Schmorcharakter entwickelt, geben wir 1 l Sahne hinzu und lassen alles einmal gut aufkochen. Anschließend 2 TL Hühner-Bouillon und 100 g Crème fraîche unterrühren und die Soße noch einmal gut aufkochen lassen. Danach stellen wir sie beiseite und widmen uns den Kartoffeln.
Kartoffeln in Scheiben schneiden
Die geschälten Kartoffeln in etwa 2 mm dünne Scheiben schneiden. Ich benutze dafür meine Kenwood MultiPro mit der 2-mm-Schneidscheibe. Gerade bei 1,6 kg Kartoffeln ist der Direktauswurf ein großer Vorteil, weil die Kartoffelscheiben direkt in eine große Schüssel fallen und ich den Arbeitsgang nicht ständig zum Leeren eines Auffangbehälters unterbrechen muss. So ist die große Menge in kurzer Zeit verarbeitet. Alternativ kann natürlich auch ein geeigneter Hobel verwendet werden.
Erste Schicht aufbauen
Nun nehmen wir ein höheres Auflaufblech mit einem Innenmaß von etwa 33 × 30 × 5 cm zur Hand. Zuerst verteilen wir eine Schicht der Leberkäse-Paprikasoße auf dem Boden. Darauf werden die Kartoffelscheiben sauber und leicht überlappend nebeneinandergelegt. Die Scheiben nicht einfach aufschütten und verteilen, sondern jede Kartoffelscheibe geordnet anlegen. Dadurch garen die Kartoffeln gleichmäßig und beim späteren Anschneiden entsteht ein sauberes Schichtbild.
Auflauf weiterschichten
Die Kartoffelschicht leicht und gleichmäßig mit Hähnchenwürzsalz bestreuen. Dabei wirklich nur eine feine Würzschicht auftragen – die Kartoffeln sollen nicht dick mit Gewürz bedeckt sein. Da das Hähnchenwürzsalz bereits Salz enthält und mehrere Kartoffelschichten gewürzt werden, würde der Auflauf sonst schnell zu salzig werden. Anschließend wieder eine Schicht Leberkäse-Paprikasoße daraufgeben, gefolgt von sauber überlappend gelegten Kartoffelscheiben. Auch diese wieder leicht würzen und den Vorgang fortsetzen, bis die letzte Kartoffelschicht erreicht ist.
Backofen vorheizen und Oberfläche vorbereiten
Spätestens wenn ungefähr die Hälfte des Auflaufs geschichtet ist, den Backofen auf 220 °C Umluft vorheizen. So ist er bereits vollständig heiß, wenn der Auflauf fertig aufgebaut ist. Die letzte Kartoffelschicht möglichst dicht und ordentlich legen und noch einmal sparsam und gleichmäßig mit Hähnchenwürzsalz bestreuen. Anschließend mit etwas Sonnenblumenöl einpinseln oder einsprühen. Ich verwende dafür gern einen Ölsprüher, weil sich das Öl so gleichmäßig und sparsam verteilen lässt.
Kartoffelauflauf backen
Den fertig geschichteten Kartoffelauflauf direkt in den auf 220 °C Umluft vorgeheizten Backofen geben und etwa 1½ bis 2 Stunden backen. Sobald die oberste Kartoffelschicht goldbraun ist, den Auflauf mit Alufolie abdecken. Gegen Ende der Backzeit immer wieder mit einem Holzspieß oder Messer prüfen. Lässt sich der Holzspieß oder das Messer ohne Widerstand bis in die unteren Kartoffelschichten schieben, ist der Auflauf fertig. Dazu passt hervorragend ein frischer Salat.
Mein Tipp
Bei der vorletzten Schicht darauf achten, dass noch genügend Kartoffelscheiben für einen sauberen Abschluss übrig bleiben. Wird es knapp, die Scheiben in dieser Schicht etwas großzügiger verteilen oder noch ein bis zwei Kartoffeln zusätzlich schälen und schneiden. Die letzte Schicht sollte möglichst dicht und ordentlich gelegt werden, damit sie gleichmäßig gart und später auch optisch ein schönes Schichtbild ergibt.
Hinweis zum Würzsalz: Die Mengenangabe bezieht sich auf das von mir verwendete Öz Antep Hähnchen Würzsalz. Andere Hähnchengewürze und Würzsalze können sich beim Salzgehalt und bei der Würzkraft deutlich unterscheiden. Bei einer anderen Mischung deshalb zunächst vorsichtiger dosieren und nach eigenem Geschmack anpassen.