Alligator Gemüseschneider – meine Erfahrung nach über 11 Jahren

Alligator Gemüseschneider mit fein gewürfelten roten Zwiebeln auf einem Holzschneidebrett

Ich koche häufig größere Mengen. Und wenn für ein Gericht mehrere Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln oder Paprika in gleichmäßige Würfel geschnitten werden müssen, kann aus ein bisschen Schnippelarbeit ziemlich schnell eine ordentliche Beschäftigung werden.

Genau deshalb habe ich mich irgendwann nach einer Möglichkeit umgesehen, solche Arbeiten schneller zu erledigen.

Mein erster Versuch ging allerdings ziemlich daneben.

Mein erster Gemüseschneider war schnell wieder verschwunden

Bevor ich den Alligator hatte, habe ich zunächst einen günstigen No-Name-Gemüseschneider ausprobiert.

Die Idee dahinter fand ich eigentlich klasse: Gemüse auflegen, den oberen Teil herunterdrücken und innerhalb weniger Sekunden gleichmäßige Würfel bekommen.

In der Praxis hielt die Begeisterung allerdings nicht lange an.

Schon beim Schneiden einer Paprika verbog sich das Messergitter und auch das Kunststoffgehäuse machte keinen besonders vertrauenerweckenden Eindruck. Das Gerät landete irgendwann im Küchenschrank und wurde praktisch nicht mehr benutzt.

Damals dachte ich mir noch, dass dieses Prinzip eigentlich genial wäre, wenn jemand das Ganze einfach einmal richtig stabil bauen würde.

Einige Zeit später habe ich dann in einem Kochvideo den Alligator gesehen.

Und genau das war im Grunde das Gerät, das ich mir vorher vorgestellt hatte.

Beim Alligator war der erste Eindruck ein völlig anderer

Der Alligator besteht zum großen Teil aus massivem Edelstahl. Im Vergleich zu meinem vorherigen Kunststoffschneider war das schon beim ersten Anfassen eine völlig andere Liga.

Das Grundgerät wirkt extrem robust und genau das hat sich bei mir auch bestätigt. Ich habe in den vergangenen Jahren wirklich einiges damit verarbeitet und dabei nicht gerade zimperlich gearbeitet.

Das Ding ist für mich ein bisschen wie ein Panzer, der gleichzeitig ziemlich elegant aussieht.

Viel entscheidender ist aber, dass mein Alligator inzwischen seit elf Jahren in meiner Küche steht und immer noch regelmäßig benutzt wird.

Bei einem Küchenhelfer ist das für mich wesentlich aussagekräftiger als irgendein Werbeversprechen.

Seine größte Stärke ist für mich die Zeitersparnis

Der Alligator lohnt sich vor allem dann, wenn größere Mengen verarbeitet werden müssen.

Eine einzelne Zwiebel schneide ich auch heute noch problemlos mit dem Messer. Wenn ich aber mehrere Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln oder Paprika in gleichmäßige Würfel bringen muss, sieht die Sache ganz anders aus.

Dann ist der Unterschied enorm.

Zutat passend zuschneiden, auf das Gitter legen, herunterdrücken – fertig.

Besonders bei Suppen, Salaten oder anderen Gerichten für mehrere Personen spare ich damit eine Menge Zeit.

Dazu kommt, dass die Stücke sehr gleichmäßig werden. Das sieht nicht nur ordentlich aus, sondern hat beim Kochen auch einen praktischen Vorteil: Ähnlich große Stücke garen wesentlich gleichmäßiger.

Gerade diese Kombination aus Geschwindigkeit und gleichmäßigem Ergebnis ist der Grund, warum ich den Alligator nach all den Jahren noch immer so häufig benutze.

Wie schnell das in der Praxis funktioniert, sieht man auch in meinem Video zum Sommersüppchen ab 21:14 Minuten. Dort verarbeite ich mit dem Alligator Pellkartoffeln, Gurken, Geflügelwurst und Frühlingszwiebeln.

Für unterschiedliche Aufgaben gibt es verschiedene Schneideeinsätze

Je nachdem, was ich gerade zubereite, benutze ich unterschiedliche Einsätze.

Der feine Einsatz eignet sich beispielsweise für Knoblauch, Radieschen und andere Zutaten, die besonders klein werden sollen.

Der mittlere Einsatz mit ungefähr 6 x 6 Millimetern ist bei mir der eigentliche Allrounder. Gerade diese Würfelgröße verwende ich bei sehr vielen Gerichten.

Für größere Stücke gibt es entsprechend den groben Einsatz.

Dadurch bin ich nicht auf eine einzige Würfelgröße festgelegt, sondern kann den Alligator an das jeweilige Gericht anpassen.

Gerade bei Möhren merkt man, wie schnell das Ganze funktioniert

Hartes Gemüse ist für den Alligator überhaupt kein Problem.

Bei einer Möhre halbiere ich sie vorher und lege nicht zu viele Stücke gleichzeitig auf das Schneidegitter. Ein oder zwei Stücke hintereinander funktionieren hervorragend.

Versucht man dagegen, zu viel auf einmal durchzudrücken, verteilt sich der Widerstand und man macht sich die Arbeit unnötig schwer.

Mit kleinen Portionen kann man dagegen praktisch im Sekundentakt arbeiten.

Und dann ist der Auffangbehälter schneller voll, als man manchmal denkt.

Genau dort sitzt allerdings auch der größte Schwachpunkt meines Geräts.

Der Auffangbehälter ist bei meinem Alligator die eigentliche Schwachstelle

Das Edelstahl-Grundgerät selbst hat sich bei mir über elf Jahre als ausgesprochen robust erwiesen.

Beim Auffangbehälter aus Kunststoff sieht es leider anders aus.

Bei meinem Modell wird der Behälter über kleine Kunststoffnasen am Gerät gehalten. Genau diese Nasen sind für mich die größte Schwachstelle des Alligators. Sie sind ziemlich dünn und brechen mit der Zeit einfach ab.

Im Laufe der Jahre musste ich deshalb bereits drei Auffangbehälter nachkaufen.

Das Problem entsteht ganz einfach im normalen Arbeitsablauf. Wenn ich größere Mengen Gemüse schneide, arbeite ich natürlich zügig und möchte möglichst viel hintereinander durch den Alligator schicken. Dabei lässt es sich kaum vermeiden, dass der Auffangbehälter hin und wieder ziemlich voll wird.

Genau dabei werden diese kleinen Kunststoffnasen immer wieder belastet. Mit der Zeit geben sie nach und brechen ab.

Bei meinem jetzigen Auffangbehälter sind die Nasen ebenfalls bereits abgebrochen.

Ich benutze ihn trotzdem weiter.

Die abgebrochenen Stücke lassen sich bei mir noch so einsetzen, dass der Behälter grundsätzlich am Gerät hält. Einen vierten Auffangbehälter möchte ich mir deshalb nicht unbedingt kaufen.

Komfortabel ist diese Lösung allerdings nicht.

Der Behälter sitzt mit den beschädigten Nasen nicht mehr bombenfest. Wenn bereits etwas Schnittgut darin liegt und ich den oberen Teil des Alligators nach dem Schneiden mit etwas Schwung wieder hochklappe, kann sich der Behälter lösen und abfallen.

Genau das ist mir bei meiner Pangasius-Suppe passiert.

Der Behälter war ungefähr zur Hälfte gefüllt. Beim Hochklappen kam etwas Schwung ins Gerät und weil die Kunststoffnasen bereits abgebrochen waren, konnten sie den Auffangbehälter nicht mehr richtig halten.

Das Ergebnis: Behälter ab und die frisch geschnittenen Würfel lagen auf der Arbeitsfläche.

Im Video zur Pangasius-Suppe sieht man genau diese Szene ab 6:21 Minuten.

Wenn man die Schwachstelle kennt, kann man sich natürlich darauf einstellen. Ich leere den Behälter lieber etwas früher und achte beim Öffnen darauf, den oberen Teil nicht unnötig schwungvoll hochzuklappen.

Dann funktioniert das Ganze auch mit meinem beschädigten Auffangbehälter weiterhin.

Das Problem ist nur, dass man beim Kochen irgendwann wieder automatisch arbeitet und nicht mehr jedes Mal daran denkt. Dann passiert es wieder einmal – und nachdem man anschließend die ganze Arbeitsfläche aufräumen durfte, weiß man auch wieder Bescheid und erinnert sich für eine längere Zeit daran.

Das ist für mich deshalb ganz klar der größte Nachteil meines Alligators.

Mittlerweile gibt es eine neuere Version mit einem veränderten Auffangbehälter-System. Wie gut sich diese Konstruktion über viele Jahre schlägt, kann ich aus eigener Erfahrung allerdings nicht beurteilen.

Mein Alligator selbst funktioniert ansonsten weiterhin hervorragend. Nur beim Auffangbehälter hätte ich mir von Anfang an eine deutlich robustere Konstruktion gewünscht.

Die Schneideeinsätze sind Verschleißteile

Bei den Messern sieht die Sache etwas anders aus.

Das Edelstahl-Grundgerät begleitet mich seit elf Jahren. Ein Schneidegitter hält bei meiner recht häufigen Nutzung natürlich nicht so lange.

Nach ungefähr anderthalb bis zwei Jahren merke ich normalerweise, dass die Schärfe nachlässt.

Dann tausche ich den Einsatz aus.

Für mich ist das grundsätzlich kein wirklicher Schwachpunkt. Ein Messer, das regelmäßig durch Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln und anderes Gemüse arbeitet, bleibt schließlich nicht unbegrenzt scharf.

Der große Vorteil des Alligators ist, dass ich nicht das ganze Gerät ersetzen muss.

Neues Schneidegitter einsetzen und schon arbeitet der Alligator wieder mit richtig scharfen Messern.

Was mich dabei inzwischen allerdings etwas stört, sind die Preise der Ersatzmesser.

Als ich mit dem Alligator angefangen habe, habe ich für einen solchen Einsatz ungefähr 15 Euro bezahlt. Mittlerweile muss man dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen, obwohl es sich nach wie vor um dieselben Schneideinsätze handelt.

Das hinterlässt bei mir schon einen etwas faden Beigeschmack.

Natürlich ist es hervorragend, dass man die Verschleißteile überhaupt einzeln nachkaufen kann. Gleichzeitig wäre mir ein etwas moderaterer Ersatzteilpreis lieber gewesen, zumal ich aufgrund meiner häufigen Nutzung regelmäßig neue Messer benötige.

Am Ende kaufe ich sie trotzdem.

Denn wenn ich alle anderthalb bis zwei Jahre einen neuen Schneideinsatz einsetze, habe ich anschließend wieder ein extrem scharfes Messer und kann dasselbe Grundgerät einfach weiterbenutzen.

Die Messer kommen bei mir niemals in die Spülmaschine

Damit die Schneideeinsätze möglichst lange scharf bleiben, landen sie bei mir grundsätzlich nicht in der Spülmaschine.

Nach der Benutzung spüle ich das Gitter einfach unter Wasser ab.

Manchmal hängen noch kleine Zwiebelstücke oder andere Zutaten zwischen den einzelnen Bereichen des Gitters. Die muss ich dann mit einem kleinen Stäbchen vorsichtig herauspulen.

Das ist etwas fummelig und sicherlich kein Vorteil des Geräts.

Aber wir reden hier auch über Meckern auf hohem Niveau. Normalerweise ist die Sache schnell erledigt.

Die übrigen Teile des Alligators kommen bei mir dagegen meistens ganz normal in die Spülmaschine.

Dadurch werden sie gründlich und hygienisch sauber und ich habe kaum zusätzlichen Reinigungsaufwand.

Diese Kombination funktioniert für mich seit Jahren sehr gut: Messer kurz von Hand reinigen, den Rest erledigt die Spülmaschine.

Nicht jede Zutat gehört für mich in den Alligator

So begeistert ich von dem Gerät bin: Ich jage nicht blind alles hindurch.

Ein gutes Beispiel sind Tomaten.

Mit einem ganz frischen und extrem scharfen Schneideeinsatz funktioniert das durchaus. Sobald die Messer aber etwas an Schärfe verloren haben, werden weiche Tomaten schnell eher gequetscht als sauber geschnitten.

Deshalb greife ich bei Tomaten inzwischen lieber zum Messer.

Kartoffeln, Paprika, Gurken, Radieschen, Zwiebeln oder Möhren funktionieren dagegen nach meiner Erfahrung hervorragend.

Und auch bei sehr kleinen Mengen muss man nicht zwanghaft den Alligator benutzen.

Wenn ich nur eine einzelne Zwiebel oder eine andere Kleinigkeit schneiden muss, nehme ich häufig weiterhin das Messer.

Der Alligator spielt seine Stärke für mich vor allem dann aus, wenn wirklich etwas zu schnippeln ist.

Beim Herausnehmen der Messer sollte man trotzdem aufpassen

Beim normalen Schneiden liegen die Klingen geschützt im Gerät.

Das finde ich angenehm, weil man beim eigentlichen Arbeitsvorgang nicht ständig unmittelbar an einer freien Messerklinge hantiert.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man das Schneidegitter herausnimmt.

Ein frischer Einsatz ist wirklich scharf.

Gerade beim Wechseln und Reinigen sollte man deshalb nicht gedankenlos mit den Fingern zwischen den Klingen herumfummeln.

Das klingt selbstverständlich, aber wenn man ein Gerät jahrelang benutzt, wird vieles zur Routine. Ein bisschen Respekt vor einem frisch eingesetzten Schneidegitter schadet deshalb nicht.

Lohnt sich der Alligator überhaupt für einen normalen Haushalt?

Diese Frage habe ich mir damals selbst gestellt.

Der Edelstahl-Alligator kostet schließlich deutlich mehr als irgendein einfacher Kunststoffhacker.

Ich habe deshalb lange überlegt, ob ich so etwas wirklich brauche oder ob ich mit einem normalen Küchenmesser nicht genauso gut zurechtkomme.

Nach elf Jahren hat sich diese Frage für mich erledigt.

Natürlich braucht niemand einen Alligator, um eine einzelne Zwiebel zu schneiden.

Wer aber regelmäßig kocht, größere Mengen verarbeitet oder häufig Gemüse in gleichmäßige Würfel schneiden muss, kann damit den Arbeitsablauf enorm beschleunigen.

Gerade bei meinen größeren Rezeptmengen möchte ich darauf inzwischen nicht mehr verzichten.

Und im Gegensatz zu meinem ersten billigen Gemüseschneider ist der Alligator eben kein Gerät geworden, das nach wenigen Wochen irgendwo hinten im Küchenschrank verschwindet.

Bei mir ist genau das Gegenteil passiert.

Und ein bisschen Spaß macht er auch

Einen Punkt darf man dabei nicht unterschätzen: Das Ding macht tatsächlich Spaß.

Eine Möhre hineinlegen und den oberen Teil mit einem kräftigen Schlag herunterdrücken hat auch nach Jahren noch etwas Befriedigendes.

Wer das bei mir zum ersten Mal sieht, möchte meistens auch einmal ausprobieren.

Vielleicht ist das nicht das wichtigste Kaufargument für einen Gemüseschneider.

Aber geschadet hat es dem Alligator bei mir jedenfalls nicht.

Mein Fazit nach elf Jahren

Nach elf Jahren gehört der Alligator für mich noch immer zu den besten Küchenhelfern, die ich mir angeschafft habe.

Gerade wenn ich größere Mengen verarbeite, spart er mir enorm viel Schnippelarbeit und liefert dabei gleichmäßige Würfel in einer Geschwindigkeit, die ich mit dem Messer schlicht nicht erreichen würde.

Natürlich kenne ich nach so langer Nutzung auch seine Schwächen.

Der Auffangbehälter meines Modells hätte deutlich robuster konstruiert sein dürfen. Drei Ersatzbehälter sprechen da für sich. Und auch für neue Schneideinsätze muss man inzwischen deutlich mehr bezahlen als früher.

Dem gegenüber steht allerdings ein Edelstahl-Grundgerät, das bei mir seit elf Jahren regelmäßig im Einsatz ist und noch immer seinen Dienst verrichtet.

Wenn ein Messer stumpf wird, tausche ich es aus und habe anschließend wieder ein scharfes Schneidegitter. Der Rest des Geräts läuft einfach weiter.

Genau so stelle ich mir eigentlich einen guten Küchenhelfer vor: Das Grundgerät hält über viele Jahre, Verschleißteile können ersetzt werden und selbst nach weit über einem Jahrzehnt greife ich noch regelmäßig danach.

Die Schwächen kenne ich inzwischen ganz genau und kann mit ihnen leben. Die Vorteile überwiegen für mich trotzdem bei Weitem und ich möchte den Alligator heute nicht mehr missen.