Meine Kenwood MultiPro habe ich inzwischen seit ungefähr drei Jahren.
Davor hatte ich mehr als zehn Jahre lang eine kleinere Küchenmaschine von Ronic. Die war bei mir so etwas wie die praktische Zwischenlösung für Arbeiten, für die ich nicht gleich die große Küchenmaschine benutzen wollte.
Irgendwann hatte sie ihren Dienst getan und ich brauchte einen Nachfolger.
Bei meiner Suche bin ich auf die MultiPro gestoßen – und eine bestimmte Funktion hat mich dabei sofort begeistert.
Der direkte Auswurf war für mich der entscheidende Punkt
Die MultiPro kann ganz normal mit ihrem eigenen Behälter benutzt werden.
Das eigentlich Interessante war für mich aber der zusätzliche Aufsatz, mit dem geschnittene oder geraspelte Zutaten direkt seitlich aus der Maschine herauskommen.
Dadurch bin ich nicht mehr auf die Größe des mitgelieferten Behälters beschränkt. Ich stelle einfach eine ausreichend große Schüssel unter den Auswurf und kann meine vorbereitete Menge in einem Arbeitsgang verarbeiten.
Früher musste ich bei solchen Arbeiten immer wieder stoppen, sobald der Behälter voll war: Maschine aus, Deckel herunter, Inhalt ausschütten, alles wieder zusammensetzen und weiter.
Mit der MultiPro fällt dieser ganze Zwischenschritt weg.
Genau dieses Konzept war für mich der Hauptgrund, die Maschine zu kaufen.
Beim Kartoffelauflauf spielt sie ihre größte Stärke aus
Ein typisches Beispiel ist mein Kartoffelauflauf.
Dafür verarbeite ich rund 1,6 Kilogramm Kartoffeln. Mit der MultiPro kann ich diese Menge praktisch in einem Zug in gleichmäßige Scheiben schneiden.
Aus einer früher recht umständlichen Vorbereitung ist dadurch für mich eine Sache von wenigen Minuten geworden.
Gerade bei solchen Familienmengen merkt man den Unterschied enorm.
Bei Rösti habe ich den Auswurf noch etwas anders genutzt
Bei Rösti brauche ich statt Scheiben geraspelte Kartoffeln.
Da die geraspelte Masse anschließend ohnehin ausgepresst werden muss, habe ich mir dafür einen besonders direkten Ablauf angewöhnt.
Ich befestige meinen Auspress-Sack direkt am Auswurf der MultiPro.
Die Kartoffeln werden also nicht erst in eine Schüssel geraspelt und anschließend wieder umgefüllt, sondern landen direkt dort, wo ich sie im nächsten Arbeitsschritt brauche.
Danach kann ich den Sack nehmen und die überschüssige Flüssigkeit aus den Kartoffeln herauspressen.
Solche kleinen Abkürzungen im Arbeitsablauf sind für mich einer der Gründe, warum ich die Maschine so gerne benutze.
Für kleinere und mittlere Mengen benutze ich den normalen Behälter
Der Direktauswurf ist natürlich nicht für jede Arbeit notwendig.
Wenn ich beispielsweise zwei oder mehr Zwiebeln hacken oder eine überschaubare Menge Gemüse vorbereiten möchte, benutze ich einfach den normalen Behälter mit dem Messer beziehungsweise dem passenden Einsatz.
Für einen Möhren-Apfel-Salat ist die MultiPro ebenfalls praktisch.
Auch Käse habe ich damit schon geraspelt. Für meine Pizza verwende ich normalerweise meinen Käsescheiben-Mix, wie er auch im Rezept steht. Wenn ich aber zwischendurch einmal einen Käseblock verarbeiten und geriebenen Käse verwenden möchte, erledige ich das ebenfalls mit der MultiPro.
Für eine einzelne Zwiebel würde ich die MultiPro meistens gar nicht erst benutzen. Sie steht bei mir zwar fertig und griffbereit in der Küche, aber für so eine kleine Menge lohnt sich das Gerät einfach nicht.
Sobald die Menge etwas größer wird, kommt sie dagegen sehr schnell in Betracht.
Die MultiPro hat den großen Schneidaufsatz meiner Chef Elite praktisch ersetzt
Vor der MultiPro habe ich für größere Scheiben- und Raspelarbeiten häufiger den entsprechenden Aufsatz meiner Kenwood Chef Elite benutzt.
Der Aufsatz funktioniert ebenfalls gut. Für Schneid- und Raspelarbeiten ist mir die MultiPro inzwischen aber deutlich lieber geworden.
Sie ist kompakter und für diesen Arbeitsschritt schneller einsatzbereit.
Deshalb liegt der große Schneidaufsatz meiner Chef Elite mittlerweile meistens im Schrank.
Die beiden Maschinen konkurrieren für mich dadurch auch gar nicht wirklich miteinander.
Meine große Kenwood bleibt vor allem fürs Kneten, Rühren, Schlagen und den Fleischwolf zuständig. Die MultiPro übernimmt bei mir dagegen hauptsächlich Schneid-, Raspel- und Zerkleinerungsarbeiten.
Bei meiner ersten Scheibe hätte ich heute anders gewählt
Meine MultiPro habe ich damals in einer Variante gekauft, bei der nur eine Schneid- beziehungsweise Raspelscheibe dabei war.
Diese arbeitet bei Scheiben mit ungefähr vier Millimetern.
Damit habe ich meinen Kartoffelauflauf bereits gemacht und es funktioniert. Für meinen Geschmack sind die Kartoffelscheiben dabei allerdings etwas dicker, als ich sie eigentlich haben möchte.
Deshalb habe ich mir inzwischen zusätzlich eine feinere Scheibe besorgt, die auch ungefähr zwei Millimeter dünne Scheiben schneiden kann.
Ausprobiert habe ich diese neue Scheibe für meinen Kartoffelauflauf allerdings noch nicht.
Ich vermute, dass zwei Millimeter für meinen Ablauf genau der richtige Mittelweg zwischen den früher sehr dünnen Scheiben und den vier Millimetern der bisherigen Scheibe sein werden.
Ob sich das tatsächlich so bestätigt, werde ich erst beim nächsten Auflauf sehen.
Wenn ich die MultiPro heute noch einmal kaufen würde, würde ich deshalb direkt eine Variante mit mehreren Scheiben wählen, sofern die zusätzlichen Schnittstärken für den eigenen Küchenalltag interessant sind.
Die Geschwindigkeit überrascht mich bis heute
Was mich bis heute überrascht, ist die reine Arbeitsgeschwindigkeit.
Bei größeren Mengen bin ich mit dem eigentlichen Schneiden oder Raspeln oft schneller fertig, als ich vorher erwartet hätte.
Gerade bei Kartoffeln merkt man das enorm: Eine große vorbereitete Menge ist in wenigen Minuten verarbeitet.
Das ist für mich der Unterschied zwischen einem Gerät, das theoretisch Gemüse schneiden kann, und einem Gerät, das meinen Arbeitsablauf tatsächlich beschleunigt.
Die Reinigung ist bei mir unkompliziert
Nach der Benutzung spüle ich zunächst die gröberen Rückstände ab.
Die Kunststoffteile sind bei meinem Gerät ziemlich massiv ausgeführt und kommen bei mir anschließend größtenteils in die Spülmaschine.
Bei den Schneid- und Raspelscheiben mache ich das bewusst anders.
Die reinige ich von Hand.
Mir ist wichtiger, dass die Schneiden möglichst lange scharf bleiben, als dass ich mir dort noch ein paar Sekunden Arbeit spare.
Dadurch ist die Reinigung insgesamt trotzdem schnell erledigt.
Sie steht bei mir immer griffbereit in der Küche
Die MultiPro steht bei mir offen in der Küche direkt neben der Kaffeemaschine und ist dadurch immer griffbereit.
Für normale Hackarbeiten muss ich praktisch nichts vorbereiten: Zutaten hinein, Deckel drauf und los geht's.
Nur wenn ich größere Mengen schneiden oder raspeln möchte, montiere ich zusätzlich den Direktauswurf.
Dadurch ist die Maschine für mich gerade bei kleineren und mittleren Arbeiten deutlich spontaner einsetzbar als ein großes Gerät, das erst aus dem Schrank geholt werden müsste.
Dass sie dauerhaft auf der Arbeitsfläche steht, stört mich auch optisch überhaupt nicht.
Im Gegenteil: Ich finde, dass die MultiPro durch ihr kompaktes Design und die saubere Verarbeitung ziemlich schick aussieht. Für mich ist sie durchaus ein kleiner Blickfang in der Küche und kein Gerät, das man nach jeder Benutzung möglichst schnell verstecken möchte.
Nach drei Jahren hat sie ihren festen Platz gefunden
Die MultiPro läuft bei mir nicht täglich.
Es gibt Zeiten, in denen ich sie weniger brauche, und dann kommen wieder Gerichte oder größere Vorbereitungsaktionen, bei denen sie mehrfach zum Einsatz kommt.
Kartoffeln in Scheiben schneiden, größere Mengen raspeln, Käse vorbereiten oder schnell Gemüse für einen Salat zerkleinern – genau in diesem Bereich hat sie bei mir ihren festen Platz gefunden.
Und weil sie ohnehin offen und griffbereit in der Küche steht, ist die Hemmschwelle sehr niedrig, sie auch für kleinere und mittlere Arbeiten zu benutzen.
Mein Fazit
Nach drei Jahren hat sich die MultiPro bei mir genau als das kompakte Arbeitsgerät bewährt, das mir nach meiner alten Ronic gefehlt hatte.
Sie ergänzt meine große Kenwood perfekt und kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich Zutaten schnell schneiden, raspeln oder zerkleinern möchte.
Gerade weil sie bei mir ständig griffbereit steht und sich so unkompliziert einsetzen lässt, möchte ich heute nicht mehr auf sie verzichten.