Meine Kenwood Chef Elite habe ich inzwischen seit ungefähr sieben Jahren.
Davor hatten wir im Grunde nur ein klassisches Handrührgerät. Kleinere Teige, Sahne oder Eiweiß waren damit natürlich kein Problem. Bei größeren Mengen wurde es allerdings irgendwann umständlich und schwere Teige musste man teilweise ohnehin mit den Händen weiterbearbeiten.
Mit der Zeit wollte ich deshalb endlich eine richtige Küchenmaschine haben.
Dabei ging es mir nicht nur um stärkeres Rühren oder Kneten. Ich wollte möglichst ein Gerät, das mehrere Aufgaben übernehmen kann und sich mit unterschiedlichem Zubehör erweitern lässt.
Warum es bei mir eine Kenwood geworden ist
Wie bei meinen anderen größeren Küchengeräten habe ich vor dem Kauf ziemlich lange recherchiert.
An der Kenwood hat mich vor allem das Konzept überzeugt.
Die eigentliche Küchenmaschine kann kneten, rühren und schlagen, gleichzeitig lassen sich aber weitere Geräte anschließen.
Vorne kann beispielsweise ein Fleischwolf eingesetzt werden. Für denselben Anschluss habe ich außerdem eine Nudelwalze, mit der ich Teig für Lasagneplatten ausrollen kann.
Über einen weiteren Anschluss lassen sich unter anderem Mixer sowie Schneid- und Raspelaufsätze verwenden.
Genau diese Vielseitigkeit war für mich damals einer der Hauptgründe für den Kauf.
Nach einigen Jahren hat sich allerdings auch gezeigt, welche dieser Möglichkeiten ich wirklich regelmäßig brauche – und welche inzwischen kaum noch zum Einsatz kommen.
Bei schweren Teigen hat sich meine Arbeitsweise verändert
Eine der wichtigsten Aufgaben meiner Kenwood ist bis heute das Kneten.
Besonders deutlich wurde der Unterschied bei meinem Pizzateig.
Früher habe ich solche Teige noch mit dem Handrührgerät bearbeitet. Das Gerät hatte zwar bereits viele Jahre auf dem Buckel, aber bei einem meiner großen Pizzateige war irgendwann endgültig Schluss und der Motor verabschiedete sich.
In meinem Pizza-Video sieht man genau diese Geschichte und anschließend auch, wie ich den Teig mit der Kenwood weiterverarbeite.
Heute weiß ich allerdings auch, dass eine kräftige Küchenmaschine nicht bedeutet, dass man beliebig große Teigmengen auf einmal hineingeben sollte.
Wenn ich meinen Pizzateig mit ungefähr zwei Kilogramm Gesamtmenge mache, teile ich ihn deshalb in zwei Portionen. Zuerst knetet die Kenwood ungefähr ein Kilogramm gründlich durch. Danach bekommt die Maschine eine kurze Pause und anschließend kommt die zweite Portion dran.
Damit halte ich die Belastung in einem vernünftigen Bereich und der Teig hat gleichzeitig genügend Platz in der Schüssel, um wirklich sauber durchgeknetet zu werden.
Das Ergebnis ist dadurch für mich sogar besser, als wenn ich versuchen würde, die komplette Menge auf einmal hineinzuzwingen.
Diese Arbeitsweise hat sich bei mir inzwischen vollständig eingespielt und die Kenwood verarbeitet solche schweren Teige damit auch nach rund sieben Jahren noch zuverlässig.
Bei Spätzle läuft die Kenwood praktisch immer mit
Ein weiteres Gericht, bei dem ich regelmäßig zur großen Kenwood greife, sind meine selbstgemachten Spätzle.
Gerade bei größeren Mengen gefällt mir das planetarische Rührsystem sehr gut, weil der Teig gleichmäßig verarbeitet wird und ich nicht selbst mit dem Handrührgerät über einer großen Schüssel stehen muss.
In meinem Spätzle-Video sieht man die Kenwood ebenfalls bei meinem normalen Arbeitsablauf.
Für Spätzle kommt sie bei mir entsprechend häufig zum Einsatz – teilweise jede Woche, manchmal alle zwei Wochen.
Auch Sahne, Eiweiß oder größere Kuchenteige mache ich damit, wenn entsprechend viel benötigt wird.
Für unterschiedliche Teige benutze ich tatsächlich unterschiedliche Werkzeuge
Von den klassischen Rührelementen verwende ich mehrere regelmäßig.
Der Knethaken ist für schwere Teige meine erste Wahl.
Den Schneebesen benutze ich beispielsweise für Sahne, Eiweiß, Spätzleteig und verschiedene Backarbeiten.
Den K-Haken finde ich besonders bei Brandteig praktisch. Wenn ich Éclairs mache, ist das inzwischen mein bevorzugtes Werkzeug dafür.
Gerade hier zeigt sich für mich auch, warum die Kenwood mehr ist als nur ein kräftiger Ersatz für ein Handrührgerät.
Je nach Konsistenz kann ich tatsächlich das Werkzeug einsetzen, das für die jeweilige Masse am besten funktioniert.
Der Fleischwolf ist eines der Zubehörteile, das geblieben ist
Nicht jedes Zubehör, das ich damals interessant fand, benutze ich heute noch gleich häufig.
Der Fleischwolf gehört aber weiterhin zu den Teilen, die bei uns regelmäßig eingesetzt werden.
Wenn Fleisch im Angebot ist, kaufen wir teilweise größere Mengen Schweinenacken oder Hähnchenfleisch und verarbeiten daraus unser eigenes Hackfleisch.
Das portionieren wir anschließend und frieren es für verschiedene Gerichte ein.
Für solche Mengen ist der Fleischwolf an der Kenwood sehr praktisch, weil wir damit in einem Arbeitsgang einen größeren Vorrat vorbereiten können.
Sobald mein bereits aufgenommenes Wirsingrouladen-Video veröffentlicht ist, werde ich diesen Abschnitt noch damit ergänzen. Dort sieht man die Hackfleischherstellung direkt in der Praxis.
Andere Aufsätze wurden mit der Zeit weniger wichtig
Früher habe ich auch den großen Schneid- und Raspelaufsatz häufiger benutzt.
Bei Kartoffelaufläufen konnte ich damit beispielsweise große Mengen Kartoffeln schnell in gleichmäßige Scheiben schneiden.
Heute greife ich dafür allerdings fast immer zu meiner Kenwood MultiPro.
Deren Arbeitsweise passt für solche Schneidarbeiten inzwischen besser zu meinem Ablauf, weil ich die vorbereiteten Zutaten direkt in größere Behälter verarbeiten kann.
Deshalb liegt der große Aufsatz meiner Chef Elite mittlerweile meistens im Schrank.
Das ist für mich aber kein Nachteil der großen Kenwood.
Es zeigt eher, dass sich mit der Zeit für unterschiedliche Aufgaben jeweils das Gerät herauskristallisiert hat, das für meinen Arbeitsablauf am besten geeignet ist.
Die Nudelwalze nutze ich ebenfalls nur gelegentlich. Wenn ich längere Nudel- oder Lasagneplatten brauche, funktioniert sie gut, gehört bei mir aber nicht zum täglichen Küchenalltag.
Der Spritzschutz ist unscheinbar, aber bei mir sehr praktisch
Ein Detail, das ich wesentlich häufiger nutze, ist der Spritzschutz über der Schüssel.
Auf den ersten Blick ist das nur eine Kunststoffabdeckung.
Für meinen Arbeitsablauf ist vor allem die seitliche Einfüllöffnung interessant.
Wenn ich beispielsweise Mehl, Eier oder andere Zutaten schrittweise hinzugeben möchte, muss ich nicht jedes Mal die Maschine stoppen und die komplette Abdeckung entfernen.
Ich stelle die Kenwood auf eine niedrige Geschwindigkeit und gebe die Zutaten kontrolliert durch diese Öffnung dazu.
Gerade bei größeren Teigmengen ist das sauberer und angenehmer.
Die Bedienung ist angenehm simpel
Die Geschwindigkeit stelle ich hauptsächlich über das große Drehrad ein.
Das gefällt mir bis heute.
Ich kann sehr langsam anfangen, beispielsweise wenn gerade Mehl in der Schüssel liegt, und anschließend ziemlich fein auf die Geschwindigkeit gehen, die ich für den jeweiligen Arbeitsschritt brauche.
Mehr Bedienung benötige ich eigentlich nicht.
Bei einer Küchenmaschine möchte ich ohnehin lieber direkt bestimmen können, wie schnell sie arbeitet, als mich durch irgendwelche Menüs zu bewegen.
Die Reinigung hält sich ebenfalls in Grenzen
Die Edelstahlschüssel und viele der verwendeten Teile lassen sich sehr unkompliziert reinigen.
Was dafür geeignet ist, kommt bei mir einfach in die Spülmaschine.
Beim Fleischwolf mache ich das anders. Dessen Teile reinigen wir von Hand im Spülbecken.
Auch das Wechseln der normalen Rührelemente ist schnell erledigt.
Aufwendiger wird es eigentlich nur bei den großen Zubehörteilen, die erst aus dem Schrank geholt und montiert werden müssen.
Da ich beispielsweise den großen Schneidaufsatz heute kaum noch benutze, spielt das für mich im Alltag allerdings keine große Rolle.
Nach rund sieben Jahren läuft sie weiterhin zuverlässig
Meine Kenwood wird zwar nicht jeden Tag für dieselbe Aufgabe benutzt, insgesamt kommt sie aber regelmäßig zum Einsatz.
Spätzle, Pizzateig, größere Kuchenteige, Sahne, Eiweiß, Brandteig und größere Hackfleischaktionen sorgen dafür, dass sie immer wieder gebraucht wird.
Während meiner intensiveren Sauerteigphase lief sie zeitweise sogar ungefähr alle drei Tage.
Nach all diesen Jahren arbeitet sie weiterhin zuverlässig.
Sie ist natürlich keine flüsterleise Maschine, insbesondere wenn sie kräftig arbeiten muss. Das empfinde ich bei einem solchen Gerät aber nicht als ungewöhnliche Schwäche.
Viel wichtiger ist für mich, dass sie stabil steht, ausreichend Kraft hat und ihre eigentliche Arbeit auch nach Jahren noch sauber erledigt.
Mein Fazit
Die Kenwood Chef Elite war für mich der Schritt vom einfachen Handrührgerät zu einer richtigen Küchenmaschine.
Über die Jahre hat sich mein Einsatzbereich verändert und nicht jedes Zubehör ist für mich gleich wichtig geblieben.
Die Maschine selbst dagegen schon.
Gerade bei größeren Mengen und Arbeiten, bei denen Kraft und gleichmäßiges Rühren oder Kneten gefragt sind, gehört sie für mich bis heute zu den wichtigsten Geräten in meiner Küche.
Nach rund sieben Jahren regelmäßiger Nutzung bin ich mit meiner Kenwood Chef Elite weiterhin sehr zufrieden und möchte auf sie bei diesen Arbeiten nicht mehr verzichten.