Brot selber backen – einfach, günstig und unabhängig

Selbst gebackenes Brot mit schwarzem Brotbackautomat in einer hellen Küche

Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, mein Brot einmal selbst zu backen. Irgendwann hat mich dann vor allem eines gestört: Man ist sein ganzes Leben daran gewöhnt, alle paar Tage zum Bäcker zu fahren und neues Brot zu kaufen.

Bei uns war das teilweise alle drei Tage notwendig. Auf Dauer fand ich diesen Aufwand einfach unnötig. Also wollte ich ausprobieren, ob wir unser Brot nicht genauso gut selbst zu Hause backen können.

Was ursprünglich nur ein Experiment war, hat sich bei uns inzwischen komplett etabliert. Wir backen unser Brot seit mehreren Jahren selbst. Dadurch haben wir jederzeit frisches Brot zu Hause, können selbst entscheiden, was hineinkommt, zwischen verschiedenen Sorten wechseln und sparen nebenbei eine ganze Menge Geld.

Angefangen hat alles mit Sauerteig

Als ich mich intensiver mit dem Thema Brot beschäftigt habe, bin ich zunächst beim Sauerteig gelandet. Gerade daran hat mich gereizt, dass man ihn einmal selbst ansetzen und anschließend immer weiterführen kann.

Für einen neuen Sauerteig verrühre ich zunächst 50 Gramm Roggenvollkornmehl mit 50 Millilitern Wasser und lasse die Mischung an einem warmen Ort stehen. Am nächsten Tag kommen erneut 50 Gramm Roggenvollkornmehl und 50 Milliliter Wasser hinzu. Diesen Vorgang wiederholt man über mehrere Tage.

Mit der Zeit wird der Sauerteig aktiver, bildet Bläschen und entwickelt seinen typischen säuerlichen Geruch. Gerade am Anfang sollte man ihm etwas Zeit geben. Irgendwann hat man einen stabilen Sauerteig, den man dauerhaft weiterführen kann.

Vor dem Backen wird dafür immer ein kleiner Teil als Anstellgut zurückbehalten und für das nächste Brot wieder mit Roggenvollkornmehl und Wasser aufgefrischt.

Bei mir wurde der Sauerteig mit der Zeit so aktiv, dass seine natürliche Triebkraft vollkommen ausreicht und ich für mein Brot keine zusätzliche Hefe benötige.

So bereite ich meinen Sauerteig für das Brot vor

Für meinen Backtag verrühre ich 40 Gramm Anstellgut mit 200 Gramm Roggenvollkornmehl und 200 Millilitern Wasser.

Diesen Ansatz decke ich ab und lasse ihn etwa vierzehn bis sechzehn Stunden an einem warmen Ort stehen.

Vom fertigen Sauerteig nehme ich anschließend wieder 40 Gramm als Anstellgut für das nächste Brot ab.

Zum übrigen Sauerteig kommen bei mir 200 Gramm Roggenmehl Type 1150, 200 Gramm Weizenmehl Type 550, 13 Gramm Salz, ein Teelöffel Rübensirup, 225 Milliliter Wasser und 100 Gramm Körnermix, zum Beispiel aus Sonnenblumenkernen, Leinsamen und Kürbiskernen.

Warum ich dafür einen Brotbackautomaten verwende

Ich verwende dafür den Panasonic SD-YR2540.

Was ich an diesem Gerät besonders schätze, ist, dass ich nach dem Einfüllen der Zutaten praktisch keine Arbeit mehr habe. Der Automat übernimmt das Kneten, die Ruhe- und Gehphasen und anschließend auch das Backen.

Gerade beim Sauerteig finde ich das sehr angenehm. Man muss nicht ständig überlegen, ob der Teig schon lange genug gegangen ist oder ob die Temperatur stimmt. Der Automat ist auch für Sauerteig ausgelegt und übernimmt diese Abläufe selbstständig.

Interessant finde ich außerdem, wie der Panasonic den Teig tatsächlich knetet. Wenn man während des Knetens einmal den Deckel öffnet und zusieht, erkennt man ziemlich gut, dass er nicht einfach minutenlang mit derselben Geschwindigkeit durchläuft. Er knetet kräftig, macht zwischendurch kurze Pausen, arbeitet wieder langsamer und zieht anschließend erneut an.

Diese wechselnden Knetphasen sollen die Arbeitsweise beim klassischen Teigkneten möglichst gut nachbilden. Zusammen mit der automatischen Steuerung der Gehphasen ist das für mich einer der Gründe, warum die Ergebnisse so zuverlässig sind.

Ich muss jedenfalls nicht danebenstehen und mir Gedanken darüber machen, wann ich den Teig kneten, ruhen lassen oder weiterverarbeiten muss. Genau diese Arbeit nimmt mir der Automat ab.

Für mich ist der Panasonic ein echter Allrounder

Ich habe den SD-YR2540 ursprünglich natürlich hauptsächlich zum Brotbacken gekauft. Das Gerät kann aber deutlich mehr.

Neben unterschiedlichen Brotarten kann man damit beispielsweise auch Teige vorbereiten, Kuchen backen oder Marmelade herstellen. Es gibt außerdem eigene Möglichkeiten für Sauerteig und verschiedene manuelle Einstellungen.

Ich nutze längst nicht jede Funktion regelmäßig. Mir ist aber wichtig, dass ich mit einem Gerät nicht auf eine einzige Brotsorte festgelegt bin.

Heute Sauerteig, morgen eine fertige Brotbackmischung und irgendwann vielleicht ein Teig für etwas ganz anderes – genau diese Flexibilität gefällt mir.

Für mich ist der Panasonic deshalb weniger ein Spezialgerät für ein bestimmtes Brot, sondern vielmehr ein ziemlich kompletter Allrounder rund um Teig und Brot.

Nach dem Backen braucht gutes Brot trotzdem etwas Geduld

Wenn mein Sauerteigbrot fertig gebacken ist, hole ich die Backform vorsichtig mit Wärmeschutzhandschuhen aus dem Automaten und stürze das Brot auf ein Gitter.

Danach heißt es erst einmal: warten.

Gerade Sauerteigbrot sollte man meiner Erfahrung nach nicht direkt nach dem Backen anschneiden. Ich lasse es gerne einen ganzen Tag, teilweise sogar noch länger, ruhen.

Dadurch kann sich das Brot richtig setzen. Die Aromen entwickeln sich weiter und vor allem wird die Krume deutlich schnittfester.

Natürlich kann man ein frisch gebackenes Brot sofort anschneiden. Wer aber schöne Scheiben haben möchte, sollte ihm lieber etwas Zeit geben.

Irgendwann wollten wir wieder mehr Abwechslung

Nach einigen Monaten wollte meine Familie wieder etwas lockerere und abwechslungsreichere Brote.

Das Sauerteigbrot schmeckt uns sehr gut, ist durch seinen hohen Roggenanteil aber natürlich deutlich kompakter. Außerdem muss man sich regelmäßig um den Sauerteig kümmern.

Also habe ich irgendwann die fertigen Brotbackmischungen im Supermarkt etwas genauer angesehen.

Dabei war ich zunächst überrascht, wie überschaubar die Zutatenlisten bei vielen Mischungen waren. Ich hatte vorher erwartet, dass dort deutlich mehr Zusatzstoffe enthalten sein würden.

Bei den Mischungen, die wir ausprobiert haben, bestand der größte Teil aber aus verschiedenen Mehlen, Saaten und je nach Sorte beispielsweise getrocknetem Sauerteig. Also im Grunde aus genau den Zutaten, die man auch bei einem selbst zusammengestellten Brot erwarten würde.

Wir haben sie ausprobiert – und verwenden sie inzwischen regelmäßig.

Diese Brotbackmischungen verwenden wir

Wir wechseln bewusst zwischen verschiedenen Sorten, damit nicht ständig dasselbe Brot auf dem Tisch steht.

Unter anderem verwenden wir Dinkelvollkornbrot von Korn Mühle, das ich bei Netto gekauft habe. Dazu kommen verschiedene Mischungen aus dem Gut-&-Günstig-Sortiment von Edeka, beispielsweise Dinkelvollkornbrot, Mehrkornbrot und Bauernbrot. Außerdem haben wir auch Bauernbrot von Goldähren, das ich bei Aldi gekauft habe.

Ich würde dabei gar nicht behaupten, dass man genau diese Mischungen verwenden muss. Das sind einfach die Sorten, die wir selbst ausprobiert haben und die bei uns funktionieren.

Der große Vorteil für mich ist die Abwechslung. Eine Packung ergibt bei den von uns verwendeten Mischungen zwei Brote. Ist ein Brot aufgegessen, öffne ich aber nicht automatisch die zweite Hälfte derselben Mischung, sondern nehme häufig erst einmal eine andere Sorte.

So steht ständig ein anderes Brot auf dem Tisch, obwohl der Aufwand praktisch gleich bleibt.

Mit Brotbackmischungen geht es besonders schnell

Bei meinem Panasonic kommt zuerst die benötigte Wassermenge in die Backform und anschließend die Brotbackmischung.

Wie viel Wasser benötigt wird, richtet sich nach der jeweiligen Mischung. Bei Roggenbroten sind es bei mir häufig ungefähr 350 Milliliter, bei anderen Mischungen eher um die 300 Milliliter. Maßgeblich ist aber immer die Angabe auf der jeweiligen Packung.

Für diese Mischungen verwende ich bei meinem Panasonic SD-YR2540 meistens Programm 2.

Der komplette Durchlauf dauert bei mir nur ungefähr eine Stunde und fünfundfünfzig Minuten.

Genau das ist für mich inzwischen einer der größten Vorteile.

Wenn ich feststelle, dass kaum noch Brot im Haus ist, muss ich nicht erst für den nächsten Tag planen. Wasser und Mischung in den Automaten, Programm starten und knapp zwei Stunden später ist ein neues Brot fertig.

Sogar für einen anderen Haushalt schnell ein Brot backen

Wie praktisch das sein kann, habe ich inzwischen sogar innerhalb der Familie erlebt.

Verwandte aus einem anderen Haushalt hatten plötzlich kein Brot mehr zu Hause und fragten mich, ob ich ihnen nicht schnell eines backen könnte.

Normalerweise würde man bei selbst gebackenem Brot wahrscheinlich erst einmal denken: Das dauert jetzt einen halben Tag.

Mit dem schnellen Programm konnte ich aber einfach sagen: Kein Problem, in ungefähr zwei Stunden ist ein Brot fertig.

Und genau so war es dann auch.

Natürlich ist das Brot zu diesem Zeitpunkt noch heiß und muss eigentlich noch auskühlen. Aber wenn es darauf ankommt, ist überhaupt erst einmal wieder frisches Brot da.

Diese Flexibilität hätte ich selbst nicht unbedingt erwartet, als ich mir ursprünglich einen Brotbackautomaten gekauft habe.

Den Timer benutze ich heute kaum noch

Der Automat besitzt zwar eine Zeitvorwahl, inzwischen benutze ich sie aber kaum noch.

Für mich ist wichtiger, das fertige Brot nach dem Backen zeitnah aus der Form zu holen und vernünftig auskühlen zu lassen. Wenn das Brot morgens gerade erst fertig geworden ist, ist es ohnehin noch sehr heiß und entsprechend weich.

Da mein aktuelles Programm knapp zwei Stunden dauert, starte ich den Panasonic heute einfach dann, wenn es in meinen Tagesablauf passt.

Bei den Mischungen hatte ich noch einen unerwarteten Vorteil

Bei selbst zusammengestellten Brotrezepten hatte ich gelegentlich das Problem, dass sich in den Ecken der Backform kleine Mehlnester gebildet haben.

Dort wurde das Mehl nicht vollständig eingearbeitet und blieb teilweise trocken.

Bei den fertigen Brotbackmischungen ist mir das bisher nicht passiert. Die Mischungen funktionieren bei mir im Automaten sehr zuverlässig und ergeben einen gleichmäßig durchmischten Teig.

Das ist natürlich keine wissenschaftliche Untersuchung, sondern schlicht meine Erfahrung aus unserem Alltag.

Für mich bedeutet es aber: Wasser hinein, Mischung dazu, Programm starten – und normalerweise muss ich mich anschließend um nichts mehr kümmern.

Beim Stromverbrauch hat mich der Brotbackautomat ebenfalls überrascht

Ganz am Anfang habe ich mein Brot noch im Backofen gebacken. Dafür hatte ich einen schweren Brottopf aus Keramik.

Das funktionierte, war für meinen Alltag aber deutlich aufwendiger. Der Brottopf war ziemlich schwer und für ein einzelnes Brot musste jedes Mal der komplette Backofen aufgeheizt und über längere Zeit betrieben werden.

Beim Brotbackautomaten sieht das bei mir inzwischen ganz anders aus.

Ich habe zwischen Steckdose und Panasonic einen Stromzähler geschaltet. Bei meiner aktuellen Nutzung – ungefähr ein Brot alle drei Tage und teilweise auch häufiger – zeigt mir das Gerät einen hochgerechneten Jahreswert von nur ungefähr 18 Euro Stromkosten an.

Das ist natürlich mein persönlicher Messwert und hängt vom Strompreis und der tatsächlichen Nutzung ab. Einen identischen Messwert für meine frühere Backofen-Methode habe ich nicht, deshalb möchte ich daraus keine allgemeine Prozentersparnis ableiten.

Für meinen eigenen Alltag zeigt mir dieser Wert aber sehr deutlich, wie sparsam der Brotbackautomat arbeitet. Gerade wenn regelmäßig nur ein einzelnes Brot gebacken werden soll, ist das für mich ein weiterer großer Vorteil gegenüber meiner früheren Methode im Backofen.

Und was spart man damit eigentlich?

Bei uns war genau das irgendwann einer der interessantesten Punkte.

Früher haben wir unser Brot beim Bäcker gekauft. Ein halber Laib von dem Brot, das wir normalerweise genommen haben, kostete ungefähr 4,50 bis 4,89 Euro.

Da ein halber Laib bei uns nicht einmal eine komplette Woche gereicht hat, mussten wir teilweise zwei- bis dreimal pro Woche neues Brot kaufen.

Bei nur zwei Einkäufen pro Woche sind das bereits ungefähr 468 bis 509 Euro im Jahr.

Bei drei Einkäufen pro Woche landet man sogar bei ungefähr 702 bis 763 Euro im Jahr.

Eine Brotbackmischung kostet im Angebot teilweise ungefähr 1,20 Euro und ergibt bei den von uns verwendeten Mischungen zwei Brote.

Natürlich kommen noch Wasser und Strom hinzu.

Trotzdem liegen unsere laufenden Kosten damit deutlich unter dem, was wir früher regelmäßig beim Bäcker ausgegeben haben.

Für mich geht es aber längst nicht mehr nur ums Geld

Die Ersparnis ist schön, aber inzwischen ist sie gar nicht mehr der einzige Grund, warum ich unser Brot selbst backe.

Ich muss nicht mehr alle paar Tage zum Bäcker fahren. Wir haben praktisch jederzeit die Möglichkeit, frisches Brot zu machen. Ich kann zwischen verschiedenen Sorten wechseln und selbst entscheiden, wie viel Aufwand ich gerade investieren möchte.

Habe ich Lust auf Sauerteig, backe ich mein Sauerteigbrot.

Soll es besonders schnell und unkompliziert gehen, nehme ich eine Brotbackmischung.

Und wenn sogar in einem anderen Haushalt innerhalb der Familie plötzlich kein Brot mehr da ist, kann ich im Zweifelsfall einfach schnell eines mitbacken.

Was ursprünglich nur ein Experiment war, gehört bei uns inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag.

Wir backen unser Brot seit Jahren selbst – und ich möchte diese Möglichkeit nicht mehr missen.